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EXW, FCA, CPT, CIP, DAT, DAP, DDP, FAS, FOB, CFR, CIF

 

>>> ÜBERSICHT INCOTERMS 2010 (wko)

 

 

 

Vielfach auch als Lieferkondition oder Frankatur bezeichnet sind die Incoterms vorformulierte Vertragsklauseln.

Die Incoterms regeln:

  • Lieferung und Übernahme
  • Gefahrenübergang
  • Kostenverteilung
  • Transportversicherungspflicht

 

Die Incoterms regeln keinesfalls:

  • Eigentumsübergang
  • Lieferzeitpunkt
  • Gerichtsstand und anwendbares Recht
  • Gewährleistung, Produkthaftung
  • Pflichten/Rechte für Ersatzlieferungen
  • Finanzierung


Gefahren bei falschen/unvollständigen Incoterms

Incoterms sollten stets mit Ortsdefinition und Jahreszahl festgehalten werden:

"FCA Graz, gem. Incoterms 2010"

"DAP Graz, gem. Incoterms 2010"

 

Fehlende Ortsbezeichnung

Sie bestellen zB. Stahl "EXW" oder "FCA" bei einem Händler in Linz. Dieser sendet nun eine Lieferbereitschaftsmeldung mit Ladeadresse in Düsseldorf...

 

Falsche Interpretation von "EXW" (ab Werk)

Entgegen der "üblichen" Abwicklung von ab Werk Sendungen besteht seitens des Lieferanten keinerlei Verpflichtung die Ware auf den LKW zu verladen. Bei Bestellungen in Drittländern ist der Absender auch nicht verpflichtet die Zollabfertigung zu erledigen. Wir empfehlen deshalb stets "FCA" + Ortsangabe zu bestellen.

 

Verzögerungen der Zahlung bei "FOB" (free on bord)

Wenn im Vertrag keine Frist für die Abnahme im Hafen ab Bereitstellung vereinbart wurde ist es dem Käufer möglich die Übergabe zu verzögern. Einzig der Käufer steuert welches Schiff wann die Ware übernimmt. Eventuelle Lagerkosten im Hafen fallen zu Lasten des Verkäufers. Bei Akkreditiv-Geschäften erhalten Sie kein B/L solange die Ware nicht am Schiff verladen ist. 
Zusätzlich zum Incoterm "FOB" sollte man eine Frist vereinbaren die regelt bis wann die Ware spätestens übernommen werden muss.

 

Kostenfalle "DDP" (geliefert, verzollt)

Sollten bei der Verzollung Dokumente fehlen, die nur der Käufer beisteuern kann, tragen Sie für auflaufende Kosten das volle Risiko. In manchen Ländern ist es oft gar nicht möglich die Verzollung durchzuführen, da der Zoll ausschließlich Anmeldungen seitens des Importeurs anerkennt. Ferner treffen Sie sämtliche Pflichten der im Empfangsland gültigen Steuer- und Zollgesetze. Die WKO ratet daher zu "DAT Bestimmungsort, gem. Incoterms 2010".